75 Jahre Reichspogromnacht in Kassel

31. Oktober 2013

 

Wie in den vergangenen Jahren erinnern die Kasseler VVN-BdA und das Kasseler Friedensforum am 7. November mit einer öffentlichen Aktion an die antisemitischen Ausschreitungen vor den Augen der Menschen dieser Stadt. Historisches Gedenken verpflichtet uns heute, gemeinsam gegen Neofaschismus, Rassismus und Ausgrenzung einzutreten.

Mit einem Gedenkgang soll durch eine Verortung von Geschichte die Erinnerung an Verfolgung und faschistischen Terror für heutige Generationen lebendig gehalten und gleichzeitig ein Signal gegen Neofaschismus und Antisemitismus heute gesetzt werden. Bei diesem antifaschistischen Stadtrundgang werden historische Orte der antisemitischen Verfolgung und neu gesetzte Stolpersteine aufgesucht.

Gedenkkundgebung und Mahngang

durch die Kasseler Innenstadt

am Donnerstag, den 7.November 2013, um 17.00 Uhr

Treffpunkt: Rathaus, vor dem Aschrott-Brunnen,

Obere Königstraße

Im Gedenken der Opfer der Pogromnacht:

Keine Toleranz gegen Neofaschismus und Antisemitismus!

70 Jahre Zerstörung Kassels

16. Oktober 2013

In der Nacht vom 22./23. Oktober 1943 wurde Kassel Ziel eines schweren alliierten Bombardements. Ein großer Teil der Altstadt und weiterer Stadtteile wurden zerstört.

Aus diesem Anlass veranstalten das Kasseler Friedensforum, die VVN-BdA Kassel und die Naturfreunde Hessen-Kassel am Montag, den 21. Oktober 2013 um 19.00 h im Evangelischen Forum (Lutherplatz) eine Diskussionsrunde unter dem Titel Ursachen – Erinnerung – Mahnung.

Wir wollen gemeinsam mit Zeitzeugen aus antifaschistischer Perspektive an diese Bombennacht erinnern, indem wir Ursachen, warum Kassel nicht „Opfer“, sondern strategisches Bombenziel der Alliierten war, benennen und Konsequenzen für heute thematisieren.

Widerstand gegen die Nationalsozialisten – Erinnern in Kassel

28. August 2013

Am 1. Am September jährt sich zum 74. Mal der Beginn des 2. Weltkrieges. Die Friedens- und Gewerkschaftsbewegung begeht diesen Tag traditionell als Antikriegstag.

Die Kreisvereinigung Kassel der VVN-BdA ist Mitveranstalter einer Matinee
am Sonntag, 1. September von 11 bis 12 Uhr im Cafe Buch-Oase in der Germaniastraße 14, Kassel-West.
„Widerstand gegen die Nationalsozialisten – Plätze, Straßen, Stolpersteine. Erinnern in Kassel“. Vorstellung des soeben erschienen gleichnamigen Buches von Rolf Wekeck.
Zusammen mit dem Kasseler Friedensforum und der Stolperstein-Initiative e.V. laden wir herzlich zu dieser Lesung ein.
Eintritt: frei

Matinee zum 8. Mai 1945

27. April 2013

 

Erinnerungen an Ettie und Peter Gingold

Film und Lesung

Der jüdische Kommunist und Antifaschist, der den 8. Mai 1945 unter italienischen Partisanen in Turin erlebt hat, bezeichnete diesen Tag als „Morgenrot der Menschheitsgeschichte“. Als Hommage an Ettie und Peter Gingold zeigen wir den Film „Zeit für Zeugen“. Anschließend werden Texte aus den Erinnerungen dieser beiden kommunistischen Antifaschisten vorgelesen.

Wann? Sonntag, 05. Mai 2013, 11.00 h

Wo? Café Buch-Oase, Germaniastraße 14, 34119 Kassel Veranstalter: VVN – BdA Kassel

Stolpersteinverlegung in Kassel

23. März 2013

Gunter Demnig verlegt  am Mittwoch, den 3. April 2013 in Kassel Stolpersteine:

13:30 h Karthäuser Str. 5 A   für Kurt Finkenstein

14:00 h Fünffensterstraße      für Alfred Gall

14:30 h Ständeplatz                  für Luise Nauhaus

15:00 h Friedrich-Ebert-Str. 27 für Lehmann Tannenbaum

15:30 h Parkstr. 31                   für Regina Deborah Schiff

16:00 h Breitscheidstr. 20    für Johannes Walter

16:40 h Müllerstr. 2                 für Margot, Marjen, Israel und Rosa Rosengarten

17:10 h Gartenstraße 27        für Paula Lohagen

Wir laden alle Interessierten und Freunde zur Teilnahme ein.

Stolpersteine in Kassel

23. März 2013

Am 3. April 2013 ist es soweit. An diesem Tage werden 11 neue Stolpersteine in Kassel zur Erinnerung an verfolgte und ermordete Nazigegner und rassisch Verfolgte von dem Künstler Gunter Demnig  gesetzt. Es beginnt um 13.30 h in der Karthäuserstr. 5 A mit dem Stein für Kurt Finkenstein und soll gegen 17.oo h am Wesertor in der Gartenstraße 27 mit dem Stein für Paula Lohagen enden. Erinnert wird zudem an Alfred Gail, Luise Nauhaus, die Familie Rosengarten, Regina Deborah Schiff, Lehmann Tannenbaum und Johannes Walter.

Zu all diesen Personen haben Mitglieder der Stolperstein-Initiative informative Faltblätter erstellt, die gemeinsam mit dem Stolperstein dazu beitragen sollen, dass diese verfolgten und ermordeten Kasseler Bürger dem Vergessen entrissen werden.

Um 18.30 h ist Gunter Demnig noch eingeladen, in der Kunsthochschule Kassel (Menzelstraße 13 – 15) einen Vortrag über das Stolperstein-Projekt zu halten.

Die VVN-BdA Kassel hat diese Initiative durch die Finanzierung eines Stolpersteins unterstützt. Wir laden Interessierte und Freunde ein, sich an dieser Verlegung zu beteiligen, vielleicht auch nur einzelne Stationen mitzugehen.  Die Stolpersteinverlegung ist ein würdiger antifaschistischer Beitrag zum gegenwärtigen Kassel-Jubiläumsjahr 1100.

 

Neues Layout

20. März 2013

Mit dieser Ausgabe hat der Internet-Auftritt der Kreisvereinigung  Kassel ein neues Gesicht. Damit wollen wir übersichtlicher und aktueller sein.

Wir freuen uns über anregende und kritische Rückmeldungen.

BELZEC – Vernichtungslager der „Aktion Reinhardt“

24. Januar 2013

25.01.2013

GEGEN DAS VERGESSEN. Lesung, Vortrag und Gespräch

BELZEC – Vernichtungslager der „Aktion Reinhardt“

mit Robert Kuwalek, Historiker und Ewa Koper, pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte BELZEC

Freitag, 25. Januar 2013, 19.00 Uhr

DGB-Haus, Spohrstraße 6, 34117 Kassel

Eine Veranstaltung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Kassel in Kooperation mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund Region Nordhessen, Arbeit und Leben Nordhessen, dem Bildungswerk Stanislaw Hantz und dem Rosa-Luxemburg-Club zum 68. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945

Im Spätherbst 1941 lief unter dem Decknamen „Aktion Reinhardt“ die Vorbereitung der „Endlösung der Judenfrage“. Als Teil dieses Verbrechens wurde mit dem Bau eines Vernichtungslagers in Belzec im Distrikt Lublin begonnen. Lagerkommandant von Belzec wurde SS-Hauptsturmführer Christian Wirth (1885-1944), der bereits die „Euthanasie“ – Anstalten geleitet hatte. Zur Unter-stützung wurden dem deutschen Personal Ukrainer und Volksdeutsche, die zuvor im eigens dafür errichteten Lager „Trawniki“ ausgebildet worden waren, zugeteilt. Der systematische Massenmord in Belzec begann am 17. März 1942. Bis Mitte Juni 1942 waren über 96.000 Juden aus den Distrikten Lublin, Lemberg und Krakau in Belzec ermordet worden. Als Heinrich Himmler am 19. Juli 1942 befahl, alle arbeitsunfähigen Juden des „Generalgouver-nements“ bis Jahresende zu töten, ließ Lagerkommandant Wirth im darauffolgenden Monat sechs große neue Gaskammern errichten, die 1.500 Menschen auf einmal fassen konnten. Ende 1942 waren die meisten Juden des Generalgouvernements ermordet worden. Nun begann die SS im November 1942 die Leichen zu exhumieren und zu verbrennen, um jegliche Spuren des Massenmords zu beseitigen. Anfang Dezember 1942 wurden die Vergasungen in Belzec eingestellt. Nachdem im April 1943 alle Leichen verbrannt worden waren, ließ die SS das Lager zerstören, auf dem Gelände einen Bauernhof errichten und Bäume pflanzen. Die jüdischen Arbeitshäftlinge brachte die SS zur Ermordung nach Sobibor und verließ am 8. Mai 1943 das Lager. Das Vernichtungslager Belzec überlebten nur wenige Menschen. Zwischen März 1942 und Dezember 1942 wurden nachweisbar 434.508 Menschen ermordet hauptsächlich polnische, aber auch westeuropäische Juden. 1963 kam es in München zum Belzec-Prozess gegen Einzeltäter, von denen nur eine Person verurteilt wurde. Den anderen Angeklagten billigte das Landgericht einen Putativnotstand zu.

Freitag, 25. Januar 2013, 19.00 Uhr DGB-Haus, Spohrstraße 6, 34117 Kassel Eine Veranstaltung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Kassel in Kooperation mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund Region Nordhessen, Arbeit und Leben Nordhessen, dem Bildungswerk Stanislaw Hantz und dem Rosa-Luxemburg-Club zum 68. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 Im Spätherbst 1941 lief unter dem Decknamen „Aktion Reinhardt“ die Vorbereitung der „Endlösung der Judenfrage“. Als Teil dieses Verbrechens wurde mit dem Bau eines Vernichtungslagers in Belzec im Distrikt Lublin begonnen. Lagerkommandant von Belzec wurde SS-Hauptsturmführer Christian Wirth (1885-1944), der bereits die „Euthanasie“ – Anstalten geleitet hatte. Zur Unter-stützung wurden dem deutschen Personal Ukrainer und Volksdeutsche, die zuvor im eigens dafür errichteten Lager „Trawniki“ ausgebildet worden waren, zugeteilt. Der systematische Massenmord in Belzec begann am 17. März 1942. Bis Mitte Juni 1942 waren über 96.000 Juden aus den Distrikten Lublin, Lemberg und Krakau in Belzec ermordet worden. Als Heinrich Himmler am 19. Juli 1942 befahl, alle arbeitsunfähigen Juden des „Generalgouver-nements“ bis Jahresende zu töten, ließ Lagerkommandant Wirth im darauffolgenden Monat sechs große neue Gaskammern errichten, die 1.500 Menschen auf einmal fassen konnten. Ende 1942 waren die meisten Juden des Generalgouvernements ermordet worden. Nun begann die SS im November 1942 die Leichen zu exhumieren und zu verbrennen, um jegliche Spuren des Massenmords zu beseitigen. Anfang Dezember 1942 wurden die Vergasungen in Belzec eingestellt. Nachdem im April 1943 alle Leichen verbrannt worden waren, ließ die SS das Lager zerstören, auf dem Gelände einen Bauernhof errichten und Bäume pflanzen. Die jüdischen Arbeitshäftlinge brachte die SS zur Ermordung nach Sobibor und verließ am 8. Mai 1943 das Lager. Das Vernichtungslager Belzec überlebten nur wenige Menschen. Zwischen März 1942 und Dezember 1942 wurden nachweisbar 434.508 Menschen ermordet hauptsächlich polnische, aber auch westeuropäische Juden. 1963 kam es in München zum Belzec-Prozess gegen Einzeltäter, von denen nur eine Person verurteilt wurde. Den anderen Angeklagten billigte das Landgericht einen Putativnotstand zu.

Wahn und Kalkül

13. November 2012

Der Antisemitismus mit dem Hakenkreuz

14.11.2012

Veranstaltung mit Kurt Pätzold

Wahn und Kalkül

Der Antisemitismus mit dem Hakenkreuz

Wir haben Kurt Pätzold eingeladen, anlässlich des Jahrestages der Reichspogromnacht über seine Fragestellungen und Beiträge zu den geschichtspolitischen Debatten in unserem Land zu berichten und noch einmal einzutauchen in die Auseinandersetzungen um das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, die Goldhagen-Debatte, den Streit um die Zwangsarbeiter-Entschädigung und anderes mehr und zu fragen, wo wir heute in der Auseinandersetzung um Antisemitismus und antifaschistische Konsequenzen stehen.

Mittwoch, 14. November 2012, 19.00 h

Cafe Buch Oase, Germaniastraße

Veranstaltung in Kooperation mit dem Rosa-Luxemburg-Club Kassel

Kurt Pätzold, einer der profiliertesten DDR-Historiker, hat sich seit vielen Jahrzehnten mit dem Thema Antisemitismus in Deutschland beschäftigt. In diesem Jahr legte er unter dem Titel „Wahn und Kalkül“ gut zwanzig Aufsätze und andere Beiträge in einem Sammelband vor, die die verschiedenen Facetten des Themas behandeln. Ausgehend von Jahrestagen, historischen Ereignissen oder öffentlichen Debatten arbeitet er darin die Geschichte der Judenverfolgung und des Judenmordes, geplant und befohlen von den Machthabern des faschistischen Deutschen Reichs, auf. Zudem befasst er sich mit der Erforschung der Verbrechen, mit der die Juristen, nicht Historiker begannen. Kurt Pätzold begreift seine historischen Forschungen als Beitrag zu aktuellen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen. Daher bettet er seine Überlegungen immer wieder in tagesaktuelle Debatten oder politische Vorgänge ein.

Mittwoch, 14. November 2012, 19.00 h Cafe Buch Oase, Germaniastraße Veranstaltung in Kooperation mit dem Rosa-Luxemburg-Club Kassel Kurt Pätzold, einer der profiliertesten DDR-Historiker, hat sich seit vielen Jahrzehnten mit dem Thema Antisemitismus in Deutschland beschäftigt. In diesem Jahr legte er unter dem Titel „Wahn und Kalkül“ gut zwanzig Aufsätze und andere Beiträge in einem Sammelband vor, die die verschiedenen Facetten des Themas behandeln. Ausgehend von Jahrestagen, historischen Ereignissen oder öffentlichen Debatten arbeitet er darin die Geschichte der Judenverfolgung und des Judenmordes, geplant und befohlen von den Machthabern des faschistischen Deutschen Reichs, auf. Zudem befasst er sich mit der Erforschung der Verbrechen, mit der die Juristen, nicht Historiker begannen. Kurt Pätzold begreift seine historischen Forschungen als Beitrag zu aktuellen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen. Daher bettet er seine Überlegungen immer wieder in tagesaktuelle Debatten oder politische Vorgänge ein.

Im Gedenken der Opfer der Pogromnacht – stoppt Neofaschismus und Antisemitismus!

6. November 2012

Gedenkgang

07.11.2012

74. Jahrestag der Reichspogromnacht in Kassel

Im Gedenken der Opfer der Pogromnacht – stoppt Neofaschismus und Antisemitismus!

Gedenkgang

Beginn: Rathaus, anschließend Karlsplatz, Opernplatz, anschließend durch die Obere und Untere Königstraße in Richtung Stern, an der Gedenktafel der ehemaligen Synagoge (Ecke Bremer Straße) Abschlusskundgebung. An einzelnen Stationen werden kurze historische Erläuterungen gegeben

Mittwoch, 07. November 2012, 17.00 h

Rathaus

Wie in den vergangenen Jahren wollen wir mit dieser öffentlichen Aktion an die antisemitischen Ausschreitungen vor den Augen der Menschen dieser Stadt erinnern. Historisches Gedenken verbinden wir in dieser Aktion mit der Verpflichtung für heute, gemeinsam gegen Neofaschismus, Rassismus und Ausgrenzung einzutreten. Ein Jahr nach dem Bekanntwerden der Neonazi-Terrorgruppe NSU, die auch in Kassel gemordet hat, wollen wir mit diesem Gedenkgang geschichtliches Erinnern und antifaschistischen Widerstand heute verbinden

Mittwoch, 07. November 2012, 17.00 h Rathaus Wie in den vergangenen Jahren wollen wir mit dieser öffentlichen Aktion an die antisemitischen Ausschreitungen vor den Augen der Menschen dieser Stadt erinnern. Historisches Gedenken verbinden wir in dieser Aktion mit der Verpflichtung für heute, gemeinsam gegen Neofaschismus, Rassismus und Ausgrenzung einzutreten. Ein Jahr nach dem Bekanntwerden der Neonazi-Terrorgruppe NSU, die auch in Kassel gemordet hat, wollen wir mit diesem Gedenkgang geschichtliches Erinnern und antifaschistischen Widerstand heute verbinden

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