80 Jahre Krieg gegen die Spanische Republik – 80 Jahre Internationale Brigaden

16. April 2018

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No pasaran – pasaremos!

In den vergangenen Monaten erinnerte die demokratische Weltöffentlichkeit an den Putsch der reaktionären Generäle, der vor 80 Jahren in Spanien stattfand und knapp drei Jahre später mit der Vernichtung der 2. Spanischen Republik endete. Heute wissen wir, dass der spanische Krieg 1936-1939 das Vorspiel zum 2. Weltkrieg war. Der Sieg Francos und seiner faschistischen Verbündeten markierte einen dramatischen Wendepunkt in der Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Die VVN-BdA, Kreisvereinigung Kassel, erinnert gemeinsam mit dem Kasseler Friedensforum und der Deutsch-Spanischen Gesellschaft Nordhessen e.V. anlässlich des 8. Mai 1945, Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg, an diese Ereignisse mit einer Vortragsveranstaltung.

Es spricht: Hermann Kopp, Düsseldorf

Termin: Dienstag, den 08. Mai 2018, 19:00 Uhr.

Ort: Antiquariat Winfried Jenior, Marienstraße 5, 34117 Kassel

Ehren wir die Antifaschistinnen und Antifaschisten, die in Spanien gekämpft haben.

Erinnern wir an ihren Beitrag für ein antifaschistisches, demokratisches und friedliches Europa.

VVN-BdA verurteilt Brandanschlag auf Kasseler Yunus Emre Moschee

25. März 2018

Mit Abscheu und Entsetzen hat die Kasseler Kreisvereinigung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) auf den Brandanschlag auf die Kasseler Yunus Emre Moschee reagiert. Es kann in keiner Weise akzeptiert werden, dass Gotteshäuser – egal welcher Religion – Zielscheiben rassistischer oder politischer Auseinandersetzungen werden.

Genauso wie wir alle Formen von Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit verurteilen, wenden wir uns gegen die zunehmenden Anzeichen von Anti-Islamismus in unserem Land. Dies sind Formen von Rassismus und Intoleranz, die in unserer Gesellschaft keinen Platz haben dürfen.

Selbst die berechtigte Kritik an der völkerrechtswidrigen Kriegspolitik der türkischen Regierung gegen die kurdische Bevölkerung im eigenen Land und in Syrien rechtfertigt nicht, mit Brandanschlägen auf türkische religiöse Einrichtungen in unserem Land zu reagieren.

Die VVN-BdA versichert den türkischen Mitbürgern in unserer Stadt und allen Menschen aus anderen Ländern ihre volle Solidarität gegen rassistische und fremdenfeindliche Angriffe. Wir treten ein für Toleranz und aktive Friedenspolitik – das ist das Vermächtnis der Überlebenden des menschenverachtenden deutschen Faschismus.

 

Kunst als Überlebensmittel und Widerstand im KZ Buchenwald

11. März 2018

Aus Anlass des 73. Jahrestages der Selbstbefreiung des KZ Buchenwald durch den Häftlingswiderstand am 11. April 1945 erinnern die VVN-BdA Kassel und die Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora/ Freundeskreis e.V. an die Geschichte des KZ und eine besondere Form des Überlebenskampfes und des Widerstands der Häftlinge.
Sie schufen eindrucksvolle Beispiele bildender Kunst – im Lager und nach der Befreiung.

Referent: Dr. Ulrich Schneider
Termin: Mittwoch, den 11. April 2018, 19.30 Uhr,
Ort: Café Buch Oase, Germaniastraße 14, 34119 Kassel

Die Präsentation wurde im Sommer 2017 zum ersten Mal im öffentlichen Programm der documenta14 einem internationalen Publikum vorgestellt.

 

85. Jahrestag der Machtübertragung an den deutschen Faschismus

4. Januar 2018

Unter dem Motto von Emil Carlebach „Hitler war kein Betriebsunfall“ lädt die Kreisvereinigung Kassel anlässlich des 85. Jahrestages der Machtübertragung an den deutschen Faschismus am 30. Januar 1933 ein zu einem Vortrag (Power-Point-Präsentation) mit dem

Historiker Günter Gleising (Bochum)

zum Thema

Anteil der Wirtschaft an der Errichtung der Nazidiktatur

Termin:     Dienstag, den 30. Januar 2018, 19.30 Uhr,

Ort:            Café Buch Oase, Germaniastraße 14, Kassel

Vor 40 Jahren brachte der bekannte antifaschistische Journalist eine erste Broschüre heraus, in der er nachzeichnete, dass Hitler und die NSDAP nicht „zufällig“ an die Macht gebracht wurden, sondern einflussreiche Kräfte aus Wirtschaft, Militär und Politik sich massiv dafür eingesetzt haben. In diesem Sinne laden wir zu einer Vortragsveranstaltung ein, auf der über Triebkräfte, Akteuere aus der Wirtschaft und politische Voraussetzungen zur Errichtung der faschistischen Herrschaft in Deutschland gesprochen werden soll. Dass dabei auch von Henschel und anderen Kasseler Größen zu sprechen ist, dürfte nicht überraschen.

Traditionelle Gedenkgang zur Reichspogromnacht in Kassel 2017

29. Oktober 2017

79. Jahrestag der Reichspogromnacht in Kassel
7. November 1938 – 2017

Eingeladen von der VVN-BdA, dem Kasseler Friedensforum und weiteren Unterstützern nahmen auch in diesem Jahr knapp dreißig Interessierte bei unserem traditionellen Gedenkgang teil, der an die antisemitischen Ausschreitungen vor den Augen der Menschen dieser Stadt im November 1938 erinnerte. Historisches Gedenken verpflichtet uns heute, gemeinsam gegen Neofaschismus, Rassismus und Ausgrenzung einzutreten.

Im Gedenken der Opfer der Pogromnacht: In unserer Stadt ist kein Platz für Antisemitismus und Rassismus!

Mit dem Gedenkgang sollte durch eine Verortung von Geschichte die Erinnerung an Verfolgung und faschistischen Terror für heutige Generationen lebendig gehalten und gleichzeitig ein Signal gegen Neofaschismus und Antisemitismus heute gesetzt werden. Bei diesem antifaschistischen Stadtrundgang werden historische Orte der antisemitischen Verfolgung und neu gesetzte Stolpersteine aufgesucht und in diesem Jahr Berichte von Zeitzeugen als Grundlage des Rundgangs vorgetragen. So kamen der jüdischen Lehrer Willy Katz, der Bebraer Jude Walter Fackenheim und weiter Zeugen der Verfolgung „zu Wort“. Der Mahn- und Gedenkgang endete im Kulturbahnhof am „Gleis der Erinnerung“, wo das einzige Dokument der damaligen Zeit „Gegen die Schmach der Judenpogrome“ (so der Titel des KPD-Flugblatts) vorgetragen wurde. Der zufällig anwesende Journalist von Kassel-live stellte dieses Bild anschließend ins Netz.Wir danken für diese Erwähnung.

 

Silvia Gingold gegen Landesamt für Verfassungsschutz – Kasseler Verwaltungsgericht entzieht sich seiner Verantwortung

8. Oktober 2017

Mit Enttäuschung und Empörung hat die VVN-BdA Kreisvereinigung Kassel das Urteil des Kasseler Verwaltungsgerichts im Verfahren Silvia Gingold gegen das Landesamt für Verfassungsschutz (LVS) Hessen zur Kenntnis nehmen müssen.

Ein Verwaltungsgericht hat die Aufgabe, den einzelnen Bürger gegen unrechtmäßiges Verwaltungshandeln zu schützen. Dazu muss das Gericht nicht nur prüfen, ob die jeweiligen Behörden alle Rechtsvorschriften eingehalten haben, sondern auch, ob das Handeln und die Entscheidungen der Verwaltung unzulässig in die Grundrechte des Einzelnen eingreifen.

Dieser Verantwortung hat sich das Kasseler Verwaltungsgericht im Verfahren von Silvia Gingold erkennbar nicht gestellt. Statt die Einlassungen der Klägerin angemessen zu prüfen und die von ihr beanstandeten Eingriffe in ihr grundgesetzlich verbrieftes Recht auf freie Meinungsäußerung als Rechtsgut gegenüber dem LVS zu verteidigen, folgt es – ohne erkennbare inhaltliche Auseinandersetzung – den schriftlich vorgetragenen Behauptungen des Inlandsgeheimdienstes für seine Bespitzelung und Denunziation der Klägerin. Zudem verweigert das Gericht selbst jegliche Prüfung, ob das Verhalten und die Aussagen der Klägerin für eine solche Bewertung irgendeinen Anlass geboten haben.
Allein die Tatsache, dass sie sich zusammen mit – vom hessischen LVS als „Linksextremisten“ bezeichneten – Persönlichkeiten und Organisationen in politischen Zusammenhängen befunden habe, reicht dem Gericht aus, um diese Form der Bespitzelung zu legitimieren. Dass es sich bei diesen Persönlichkeiten u.a. um den gegenwärtigen thüringischen Ministerpräsident handelt, ficht weder das LVS, noch das Verwaltungsgericht an. Mit diesem Urteil erteilt das VG Kassel dem VS einen Freibrief für seine Sammelwut gegenüber allen Formen demokratischen Engagements.
Unhinterfragt wird im Urteil die Behauptung des LVS nachgebetet, die Politik der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) sei linksextremistisch beeinflusst und gegen die „freiheitlich-demokratische Grundordnung“ gerichtet. Haben etwa die Stadt und der Landkreis Kassel, als sie während der documenta14 das Projekt „Bewahrung der Erinnerung“ gemeinsam mit der VVN-BdA umsetzten, den „Linksextremismus“ gefördert?

Das Verwaltungsgericht wurde seiner Verantwortung der Kontrolle dieser Behörde nicht gerecht. Dabei wäre eine solche Kontrolle dringend geboten. Machen doch die Vorgänge um den Mord an Halit Yozgat und die Eingebundenheit des VS-Mitarbeiter Andreas Temme deutlich, wie eng dieses Landesamt für Verfassungsschutz mit dem neofaschistischen Mordterror des NSU-Netzwerkes verwoben ist.

Der Kreisausschuss der VVN-BdA Kassel

Dank des Projektteams „Preserving memories – Bewahrung der Erinnerungen“

18. September 2017

Nachfolgendes Schreiben des Projekteams erreichte uns Mitte September 2017:
Auch wir können nach 100 Tagen Projekt „Preserving memories – Bewahrung der Erinnerung“ eine erfolgreiche Bilanz ziehen. Natürlich sind unsere Zahlen nicht so imposant wie bei der documenta, aber es ist gelungen, die Ausstellung nicht nur über diesen langen Zeitraum an drei Standorten in der Stadt zu präsentieren, sondern mit mehr als einem Dutzend Veranstaltung inhaltlich angemessen zu begleiten. Dass uns mehrfach Zeitzeugen aufgrund ihres Alters ausgefallen sind, war sehr bedauerlich, ist aber – dem Alter geschuldet – verstehbar. Dennoch waren die verschiedenen Veranstaltungen, ob im Projektteam vorbereitet oder von Kooperationspartnern übernommen, eine Bereicherung und großartige inhaltliche Ergänzung der Ausstellung.

Insbesondere möchten wir uns bei dem Chor „Cantamus“ des Kasseler Staatstheaters bedanken, der auf solch emotionale Weise den Abschluss der Veranstaltungsreihe gestaltete.

Unser Dank gilt aber selbstverständlich auch allen Kooperationspartnern, die auf vielfältige Weise zum Gelingen des Projekts beigetragen haben. Dabei möchten wir keinen der Beiträge besonders hervorheben, denn auch kleine Spenden oder selbstorganisierte Veranstaltungen sind wichtige Beiträge für das Gesamtprojekt gewesen.

Unser Dank gilt insbesondere auch denjenigen Institutionen, die durch großzügige finanzielle Förderung die Organisation der Ausstellung und die Einladung der Zeitzeugen überhaupt erst ermöglicht haben, insbesondere der Hessen-Thüringischen Sparkassenkulturstiftung, Arbeit und Leben Hessen und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen. Die Stiftung Erinnerung-Verantwortung-Zukunft kam diesmal nicht zum Zuge, da unsere Zeitzeugen aus dem osteuropäischen Raum leider aus gesundheitlichen Gründen abgesagt hatten. Dank gilt aber auch allen Kooperationspartnern, die mit ihren Beiträgen die finanzielle Grundlage für das gemeinsame Projekt gelegt haben.

Auch wenn mit dem Abbau der Ausstellung das Projekt offiziell zum Ende gekommen ist, so wünschen wir uns doch, dass die hier entstandene Verbindung auch zukünftig in der regionalen geschichtspolitischen Erinnerungsarbeit z.B. zum 7. November 1938, zu den Daten der Deportationsgeschichte, dem 8. Mai 1945 oder anderen Gelegenheiten wieder mit Leben erfüllt werden kann.

Beeindruckender Abschluss des Erinnerungsprojekts „Bewahrung der Erinnerungen“

15. September 2017

Es war noch einmal ein inhaltlicher Höhepunkt des Projekts „Preserving memories“ – das Zeitzeugengespräch mit Umberto Lorenzoni am Donnerstag im Saal der VHS. Auch wenn die Zahl der Besucher hinter den Erwartungen zurück blieb, die Lebendigkeit und die Aussagen des ehemaligen italienischen Partisanen entschädigten alle Anwesenden. Auf die Frage, wie er zu den Partisanen gekommen sei, sagte er, in seiner Familie gab es drei Dinge: Milch Brot und Antifaschismus.

In seinem engagierten und lebendigen Vortrag, in dem er ausführlich auf die Geschichte des italienischen Widerstands einging, erläuterte er auch, warum die italienischen Antifaschisten bis heute mit großem Engagement die Verfassung vom 25. April verteidigen. Für ihn war es nicht nur ein Rückgriff auf die Geschichte, sondern eine Verpflichtung auch für die zukünftigen Generationen.

Und dass diese bereit sind, die Erinnerungen weiterzuführen, unterstrich der emotional berührende Auftritt des Chores des Staatstheaters „Cantamus“, der Lieder aus dem Ghetto Theresienstadt als Ausklang der Veranstaltung und als Abschluss des Projekts „Preserving memories – Bewahrung der Erinnerungen“ vortrugen. Die Gäste des Nachmittages waren in jeder Hinsicht angesprochen und bewegt.

Die Ausstellung „Europäischer Widerstand gegen den Nazismus wird demnächst noch einmal in Bebra zu sehehn sein, bevor sie in andere Bundesländer weiterzieht.
Thomas Ewald dankte in seiner kurzen Ansprache den Sponsoren, darunter insbesondere der Hessisch-Thüringischen Kulturstiftung der Sparkassen für ihre Unterstützung, ohne deren Hilfe eine Präsentation und die Veranstaltungsreihe nicht möglich gewesen wäre.

Umberto Lorenzoni – ein italienischer Partisan

11. September 2017

Umberto Lorenzoni (*1926), geboren in Nervesa della Battaglia (Treviso), war Partisan in der Garibaldi-Division und wurde in diesem Kampf schwer verletzt. Trotz seines hohen Alters ist er bis heute Präsident der italienischen Partisanenorganisation ANPI von Treviso.
Als Jugendlicher unterbrach Umberto Lorenzoni seine Ausbildung und schloss sich 1943 den Partisanen an, wo er den Kampfnamen „Eros“ annahm. Im Kampf gegen Nazi-Faschisten in den Voralpen in Treviso war er Bataillonskommissar in der Partisanenabteilung „Nino Nannetti“. Diese Brigade führte zahlreiche militärische Aktionen durch. Dazu gehörten beispielsweise einfache Eisenbahnunterbrechungen und Zerstörung von Hochspannungsleitungen bis hin zu Sabotage an Kraftwerken und direkten Angriffen gegen feindliche Führer. In diesen Kämpfen wurde Lorenzoni schwer verwundet, wofür er nach dem Krieg eine Auszeichnung erhielt.
Auch nach der Befreiung beendete er nicht sein politisches Engagement. Gut vierzig Jahre war Lorenzoni Stadtrat in Nervesa. Er hat auch die Sozialistische Partei im Provinzialrat von Treviso vertreten, einer Stadt, in der er bis heute die italienische Nationalvereinigung der Partisanen leitet.
Er ist bis heute gesellschaftlich aktiv als Antifaschist in den politischen Auseinandersetzungen und als Zeitzeuge bei der Vermittlung der historischen Erfahrungen des Partisanenkampfes. Seit vielen Jahren spricht er auf den Kundgebungen anlässlich des 25. April, dem Befreiungstag in Italien.
Termin: Do. 14.09.2017, 16:00 – 18:00,
Ort: VHS Region Kassel, Wilhelmshöher Allee 19 – 21, 34117 Kassel

Eindrucksvoller Nachmittag zum KZ Buchenwald

31. August 2017

Im Rahmen der Ausstellung Europäischer Widerstand gegen den Nazismus fand Ende August eine Zeitzeugenveranstaltung zum KZ Buchenwald statt. Anstelle des kurzfristig wegen Krankheit ausgefallenen Buchenwald-Überlebenden Günter Pappenheim übernahmen der Historiker Dr. Ulrich Schneider und der Sohn des Buchenwald-Häftlings August Stötzel, Wolf Stötzel die Veranstaltung.
In einer kurzen Präsentation gab Ulrich Schneider eine Einführung in die Struktur und den Aufbau des Lagers auf dem Ettersberg. Er wies dabei besonders auf den Widerstand der Häftlinge, auf das Internationale Lagerkomitee und die internationale Militärorganisation sowie die davon ausgehende Selbstbefreiung der Häftlinge am 11. April 1945 hin.
Der Schwur von Buchenwald war und ist das politische Vermächtnis, das bis heute für Antifaschisten in Deutschland und Europa Gültigkeit hat.

Wolf Stötzel berichtete über den antifaschistischen Widerstand seines Vaters und auch über die grausame Misshandlung, die er durch die Gestapo erfahren hatte. August Stötzel war im Herbst 1937 einer der ersten Häftlinge des neu errichteten KZ. Dabei erlebte er vom ersten Tag an die Solidarität der Mithäftlinge, die es ihm ermöglichte zu überleben.
In diesem Rahmen trug Wolf Stötzel eine kurze Anekdote vor, mit der er einen weiteren Häftling, der seinem Vater in diesen Tagen geholfen hatte, würdigte. Eindrucksvoll und empathisch vermittelte der Sohn die Erinnerungen seines Vaters und die Informationen, die er sich über den Haftalltag und die Lagerbedingungen aus weiteren berichten und Dokumenten zusammenholen konnte. Damit wurde einerseits das Bild seines Vaters für alle Zuhörer lebendig und zum zweiten wurde auch die Perspektive eines Familienangehörigen erfahrbar.

Im Anschluss an diese Präsentationen gab es eine interessierte Diskussion, in der sowohl persönliche Aspekte und politische Entwicklungen in der alten BRD und der DDR thematisiert wurden. Es war ein eindringlicher und gelungener Nachmittag zum Thema KZ Buchenwald, wie viele Zuhörer bestätigten.

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